die familienwerkstatt
Mathias Voelchert GmbH
Oberbucha 4
94336 Windberg
Tel. 09962 2035110

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Barbara Freitag-Herse, 51107 Köln-Ostheim

familylab-Seminarleiterin


T 0221 89993144
eMail barbara.freitag-herse(at)familylab.de
www.ergotherapie-ostheim.de
geb.1974
Begleitung/Coaching von Familien und Einzelpersonen, therapeutischen und pädagogischen Teams deutschlandweit, Autorin, selbständige Ergotherapeutin und Coach


Bitte rufen Sie die Kursleiterin an oder schicken Sie ihr eine eMail, um sich über ihre Kurse und ihre Arbeit zu informieren.


Mein Wunsch ist nicht, dass Sie das umsetzen, was ich hier unten in meiner Geschichte (Buch für Familien) mit Worten als mögliche Option male.
Wenn Sie sich dagegen entscheiden bin ich wirklich glücklich, denn Sie haben sich bewusst mit einem Thema in Ihrer Familie auseinander gesetzt und etwas gewählt! Es gibt hier kein Richtig und kein Falsch, wenn wir das Einhalten des Kinder- und Jugendschutzes mal als gegeben voraussetzen. Es gibt nur die Fragen:

Wie wollen Sie Ihre Familie leben und gestalten?
Wer wollen Sie als Vater oder Mutter sein?
Was ist Ihnen wirklich und von Herzen wichtig?


In voller Fahrt die Gleise wechseln

Muss ich Möchten, oder darf ich wollen?

Ich erkenne Dich nicht, Du bist anders als ich will

Wir sind nicht normal!

Mein Name ist .., und ich bin hyperaktiv!

Von der Schuld Leberwurst zu essen

Für Dich bräuchte man eine Bedienungsanleitung

Vom Sein eines RICHTIGEN Mädchens

Schlafen, schlafen, einfach nur schlafen....

ich bin Mami und mit Papi verheiratet

Alles außer Bullerbü, ist keine Option!

Darf ich Junge bleiben, oder soll ich in der Schule Mädchen sein?



Familienleben – Familie leben
Das Leben in einer Revolution

Wie geht das? Wie können wir unsere Familie leben, das Leben gestalten, wenn doch drumherum alles so schwierig, hektisch und anspruchsvoll ist?
Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Familien, vor allem jene, die sich über eine andere Art des Umgangs miteinander Gedanken machen und in einer Veränderung der Beziehungen eine Notwendigkeit sehen.

Das, was wir als Familien in Deutschland zur Zeit sehen können, ist eine so gravierende Veränderung, die uns oft hilflos und verwirrt zurücklässt. Als Mutter und Vater stehen wir da und wissen nicht, wie wir mit den veränderten Anforderungen von Schule, Leben und Beruf umgehen sollen. Wie kann ich ein lebendiges Familienleben haben und ständig mit den Sorgen aus dem eigenen Beruf, den vermeintlichen Ansprüchen aus der Gesellschaft und dem der Angst, dass man irgendwie funktionieren muss umgehen?
Das ist eine scheinbar unüberwindliche Kluft.

Ganz klar, in der heutigen Zeit als Familie zu Leben, wird sich in mehreren Jahrzehnten rückblickend , als das Leben in einer Zeit der Revolution darstellen. Tatsächlich ist es das, eine große Revolution in Erziehung, gemeinsamen Leben, Miteinandersein und der Pädagogik. Dieser Prozess geschieht jedoch recht langsam, für manche zu langsam, so dass wir es nicht unmittelbar erleben. Ähnlich dem Umbau unserer Zellen im Körper. Wir sind der einzelnen kleinen Zelle, die sich ständig erneuern und den Erfordernissen anpassen nicht gewahr, erleben nicht bewusst, dass z.b. unsere rechte Hand buchstäblich nicht mehr die selbe ist, wie vor ein paar Jahren. Jede Zelle ist inzwischen ausgetauscht worden. Irgendwann stellen wir fest .. hoppla... wir haben uns verändert, sind älter geworden.

Die Hosen unserer Kinder sind urplötzlich 7 cm zu kurz, die Schuhe, die doch gerade eben erst angeschafft wurden, passen nicht mehr und das kindliche Rund ist aus den Gesichtern unserer Kinder verschwunden. Es passiert nicht plötzlich, sondern stetig, unaufhaltsam fortschreitend.
Genau wie die Veränderungen in unserer Gesellschaft, in unseren Familien.
Als ich Kind war, in den 70ern, waren die Bedingungen unter denen ich und meine Freundin Kind sein könnten sehr ähnlich. Klar, es gab immer Unterschiede. So durfte ich draußen bleiben, bis die Kirchenglocken zum zweiten Mal läuteten, sie musste schon beim ersten Läuten rein. Und doch war unglaublich Vieles einfach gleich, zumindest so ähnlich, dass es nicht als fremd erlebt wurde.

Zwischen 13 und 15 Uhr war, auch draußen „Zimmerlautstärke“ angesagt, da dies, auch innerhalb der Woche Mittagsruhe war. Sonntags wurde nirgendwo geklingelt, oder draußen gespielt. Das Wohnzimmer war der Ort der Eltern, der Sport- und Tagesschau und für das langweilige Kaffeetrinken mit anderen Verwandten , die mit dem „schönen Händchen“ namentlich begrüßt wurden und bei deren langen Gesprächen wir am Tisch saßen und erst spielen gehen konnten, wenn wir „vom Tisch aufstehen“ durften. Verabredet haben wir uns mehrere Tage im Voraus oder waren einfach „draußen“ , unbeobachtet von Erwachsenen unseren eigenen Phantasien und Gruppenprozessen hingegeben. Oft kam ich mit zerschrammten Knien, Beulen oder zerkratzen Armen wieder nach Hause, die entsetzlich brannten, wenn man dann abends im Badewasser saß, erinnern Sie sich? Oder an das Gefühl mit den Händen auf dem Asphalt zu bremsen, wenn die Rollschuhe schneller waren als wir? Es war nicht Bullerbü, auch wenn das in der Erinnerung so scheinen mag. Es gab jedoch eine große Übereinstimmung im Leben vieler Familien, in der Nachbarschaft, der Strasse, des Ortes, des Landes. Viele Werte wurden in Übereinstimmung miteinander als richtig anerkannt, angenommen und vertreten. z.B. dass man Erwachsenen nicht ins Wort fällt, oder dass man zu Hause „Kinder zwar sehen , aber nicht hören darf“. Es gab häufig die Übereinstimmung, dass nach dem Kinderprogramm die Kinder ins Bett gehen und dann die Nachrichtenzeit der Eltern begann, es sei denn, dass an einem Samstag Abend alle bei einer Familienshow mit Schnittchen auf dem Sofa saßen.

Montags wurde dann in der Schule darüber gesprochen, wer wann welche Wette gewonnen hatte. War das Zimmer nicht aufgeräumt gewesen, oder man hatte sich frech mit „Ich will“ geäußert, und somit dann auch, als scheinbar logische Konsequenz nicht das Fernsehprogramm sehen dürfen, hatte man in der Schule echt schlechte Karten. Man konnte es aber recht gut wieder ausbügeln, und das Ansehen innerhalb der „Bande“ wieder aufbauen, wenn man den Baum auf dem Schulhof erkletterte, oder eine Runde Kaugummi ausgab. Als Mädchen hat man dann auf dem Schulhof das Gummitwist in Höhe 4 (oberhalb der Taille) gemeistert und war wieder drin, in der Gruppe der Gleichaltrigen, der dynamischen Strukturen zwischen Beste Freundin und heute mal nur Zweitbeste Freundin.

Nein, leicht war es nicht! Es war jedoch völlig anders. Das versuchte ich Ihnen durch meine eigenen Erinnerungen zu zeigen. Und wenn Sie selbst sich an Ihre Zeit erinnern, werden Sie feststellen, wie völlig anders es gewesen ist. Und dabei liegen dazwischen lediglich 20-30 Jahre. Das mag nun als lange Zeitspanne wirken, ist es jedoch nichts, wenn wir uns ansehen, wie langsam die Veränderungen zuvor passierten, wie lange bestimmte Normen und Verhaltensweisen als ungeschriebene Gesetze existierten.

Ich lebe heute mit meinen drei Söhnen, nach Jahren in denen ich in verschiedenen Gegenden Deutschlands lebte, wieder in der gleichen Stadt, sogar im gleichen Stadtteil, wenn auch „hinter der Bahn“, was nur echte Ostheimer verstehen werden. Und doch ist es ein völlig anderer Kosmos, den meine Söhne nun erleben, jedoch mit den gleichen Bedürfnissen.

Nicht nur die Omnipräsenz irgendwelcher mobilen Geräte, beaufsichtigender Eltern, sondern auch eine völlige Unterschiedlichkeit im Leben der anderen Familien. Wie ist was, wann bei wem erlaubt und anerkannt, ist aus kindlicher Sicht nicht mehr abschätzbar oder berechenbar.

Darf das ganze Wohnzimmer voller Spielzeug liegen? Darf ich am 1. Weihnachtsfeiertag bei anderen Klingeln um sie zum „Draußen-Spielen“ abzuholen? Kann, soll und darf ich den Vater des Freundes duzen, oder ist es Herr Soundso? Und wenn bei mir immer geduzt wird, wieso ist der Vater des Freundes so empört, wenn ich ihn nicht sieze? Zieht man bei Euch die Schuhe aus? Darf ich bei euch fernsehen, solange ich will? Kann ich mich an eurem Kühlschrank bedienen, wenn ich Hunger oder Durst habe? Spielen wir alleine, oder macht ein Elternteil „Programm“? Sind überhaupt Eltern zu Hause, oder liegen ein paar Euro auf dem Tisch und wir gehen zur Pommesbude? Ist dort eine Mutter, die biodynamische Möhren schnitzt und Zucker vollständig ablehnt? Gibt es bei euch Ketchup? Und eine der wichtigsten Fragen, der die Kinder heutzutage ausgesetzt sind: „Dürfen wir uns streiten, oder muss es harmonisch sein?“

Sie sehen, und man kann es fast nur wahrnehmen, wenn man die beiden Pole der Lebenswelten etwas karikiert, wie unterschiedlich das Familienleben innerhalb nur einer, mancherorts nur einer halben Genartion geworden ist.

Kein Wunder also, dass dies einhergeht mit einer großen Unsicherheit der Eltern und auch der Kinder.
Dies ist kein Ratgeber, denn dass ist das Letzte, was Sie brauchen! Dies ist eine Möglichkeit wahrzunehmen, sich selbst zu hinterfragen und zu entscheiden. Sich zu einem Prozess zu entscheiden, der ihr eigener ist: Der ihrer Familie, der Ihrer Kinder, der ihrer selbst.
Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu, dass ein Ratgeber, also ein Buch, das scheinbar Lösungen gibt, das ein „How to do Familie“ in vermutlich 7 einfachen Schritten vermitteln will, deutlich mehr erste Attraktivität besitzt, ist doch unser Leben schon kompliziert genug. Meine Intention ist jedoch, Entwicklungen zu begleiten, Inspirationen zu geben, und Ihnen zu ermöglichen, sich selbst in Ihrer Familie neu zu finden und eine gesellschaftliche Entwicklung in Richtung Gleichwürdigkeit anzuschubsen. Wenn ich dies möchte, sie also ein wenig ermächtigen, wieder selbst zu entscheiden, das Leben mit Ihren Kindern zu genießen, sich auszuprobieren, sich Fehler zu erlauben, sich zu verzeihen, sich zu lieben, über sich selbst zu lachen kann ich Ihnen keinen Ratgeber geben, sondern nur mit all den gesammelten Geschichten meiner Arbeit Begleiter und inspirierender Funke sein.