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Pubertät – das Hörbuch von Jesper Juul


Wenn Erziehen nicht mehr geht. Endlich als Hörbuch in ungekürzter Fassung

In der Pubertät fangen Eltern oft an mit einer Art Turboerziehung, um in letzter Minute noch alles richtig zu machen. Das kann nicht funktionieren, Jesper Juul
Spieldauer 5 Stunden 48 Min. ungekürzt im Download

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Paare im Wandel


Paare im Wandel familylab-Schriftenreihe 04, Das Geheimnis zufriedener Paare ist das gegenseitige Interesse und das Gespräch. Gut miteinander reden ist lernbar, das Interesse füreinander behalten, ist Glück!


Das Geheimnis zufriedener Paare ist das gegenseitige Interesse, und das Gespräch. Wünsche mitteilen, Meinungsverschiedenheiten klären. Wie Paare miteinander sprechen beeinflusst maßgeblich ihre Beziehung. Gut miteinander reden ist lernbar, das Interesse füreinander behalten, ist Glück!

Beratung, Therapie haftet leicht der Beigeschmack des Mangels an. Als würde uns etwas fehlen, als wären wir nicht gut genug, so wie wir sind! Diese erste Ausgabe von ‘Paare im Wandel’ bezieht sich auf den Moment an dem wir meinen die Liebe wäre aus unserer Beziehung gewichen. – Von Mathias Voelchert

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Pressestimmen und Interviews zur Arbeit von Jesper Juul & familylab.de
Interviews und andere Veröffentlichungen mit Jesper Juul und familylab.de

Ende der Kindheit?
 
Erziehung mit Angst tötet die Kreativität
Frage: Amy Chua lobt sich für den Druck, den sie auf ihre Kinder ausübt. Sollten mehr Eltern so hart gegenüber ihren Kindern sein?
Mathias Voelchert: Ich halte nichts von an Drill grenzendem Druck. Der erzeugt Angst – und Angst erzeugt keinen natürlichen Respekt. So werden Roboter entwickelt, die wie Automaten funktionieren. Heute aber brauchen wir kreative Menschen mit Ideen, Menschen die mitdenken und neue Dinge erfinden. Erziehung zu Gehorsam aber tötet Kreativität und Integrität.
Frau Chua sieht sich in asiatischer Tradition und asiatische Kinder sind die besten im Pisa-Test ...
Chinas Pädagogikexperten sagen selbst, Schulen und Schüler sind auf das Verabreichen von prüfbarem Wissen abgerichtet. Den Schülern fehlt es an Neugierde und Kreativität. Mechanistisches Lernen ist in gewissen Bereichen gut. Das Einmaleins muss nun mal gepaukt werden. Aber es kann nicht die dominierende Lernmethode sein. Warum findet Erziehung mit klaren Vorgaben so viele Anhänger? Ein auf Gehorsam basierendes System sendet klare Botschaften aus. Das macht es attraktiv und einfach. Befehlsstruktur duldet keinen Widerspruch. Aber sowas funktioniert bei Rot an der Ampel, wo ich ein Kind mit einer klaren Ansage zum Stehen auffordere und es so vor dem Tod bewahre. In anderen Situationen brauche ich keine Befehle. Ich sage dem Kind einfach, was ich will oder nicht will. Das ist in der Tendenz überzeugender als wenn ich mit Angstmacherei erziehe.

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Leitlinien für Eltern mit Jugendlichen
 
Ein paar Leitlinien für Eltern mit Jugendlichen zwischen 12 und 20 Jahren
1. Es gibt keine Rezepte die für alle Familien gelten.

2. In der Pubertät ist Erziehung nicht mehr möglich. Deshalb müssen wir damit aufhören.

3. Eltern sollen wie Sparringspartner sein für die Jugendlichen, die maximalen Widerstand geben und minimalen Schaden anrichten.

4. Die Meinung der Eltern macht nach wie vor einen großen Eindruck auf die Jugendlichen, aber oft besprechen die das Für und Wider lieber mit ihren Freunden.

5. Eltern müssen sagen was sie wollen, was ihre Position ist. Und damit leben lernen, dass die Jugendlichen sich anders entscheiden.

6. Eltern sollten da sein wenn ihre Jugendlichen Hilfe brauchen und die Sprüche unterdrücken die hochkommen wie z.B. „das hab’ ich dir doch gleich gesagt“.

und weitere

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DER SPIEGEL
 
»Diktatur der Unschuldigen«

Juul – eine Lichtgestalt der modernen Pädagogik – DER SPIEGEL
»Im Unterschied zu vielen Kollegen betont Jesper Juul nicht die Schwierigkeiten, sondern die Ressourcen der Eltern-Kind-Beziehung. Der selbstquälerischen Suche nach Schuld setzt er einen gelassenen Optimismus entgegen. Langjährige Erfahrung mit Krisen in Migrationsfamilien führte ihn zu einem Ansatz, der auf inhaltliche Normen weitgehend verzichtet.« Im diesem Spiegel beleuchtet die Redakteurin Elke Schmitter die Arbeit von Jesper Juul und zeigt an Beispielen auf, dass wir die Erwachsenen, es sind die Tyrannen erzeugen und wir Erwachsenen es sind die Kinder lebensfähig und lebensfreudig machen – oder uns über sie beklagen.
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kinderleicht
 
„Was Familien trägt“ – Erfahrungen aus der Familienwerkstatt
Was von uns verlangt wird, ist eine neue Ära der Verantwortung. Die persönliche Verantwortung ist der Feind aller autoritären Systeme. „Als Kind empfand ich es unerhört, dass man mich als minderwertig betrachtet hat. Ich kam mir als Kind sehr bedeutend vor, ich wollte ernst genommen werden. Ich dachte mir, es kann doch nicht sein, dass nur, weil einer mehr Fleisch mit sich herumträgt mehr bedeutet wie ich.“ (Gottfried Hellnwein)

Dürfen Werte wichtiger sein als Menschen? Welches Ideal heiligt die Mittel? Schaffen wir es Kinder in ihrer gesamten Existenz wahr- und ernst zu nehmen? Es gibt keine Tricks. Es gibt nur das „sich ganz Einlassen“, auf dass was sich zeigt. Von Mathias Voelchert in der Zeitschrift: "kinderleicht!?" Bergmoser + Höller Verlag AG, Aachen
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GALORE
 
Gehorsame Kinder lernen nur zu folgen, aber wenig über sich selbst.
»Soziale Kompetenz bedeutet, dass Kinder seit ihrer allerersten Lebensstunde aktiv am Zusammenspiel mit anderen Menschen teilnehmen, es sogar initiieren. Die moderne Forschung bestätigt: Kinder haben die Fähigkeite, Stimmungen sehr fein zu lesen sogar solche, die uns Erwachsenen verborgen bleiben. Die Kinder wissen ganz genau, wie es den Großen emotional geht. Oft sogar besser als die Großen selbst.« Patrick Großmann von GALORE spricht mit Jesper Juul über Familie und Beziehung. Hier der ganze Artikel als PDF





 
Über das Glück und seine Brüche
Überfordert, verzweifelt, am Ende: Es gibt Gedanken, die erlauben sich Mütter nur, wenn sie unter sich sind. Zum Beispiel spätnachts, wenn sie im Internet mit anderen Müttern diskutieren. Wir haben ihnen zugehört. Und dann haben wir den Familientherapeuten Jesper Juul um Antworten gebeten, die wirklich weiterhelfen. Über das Glück und seine Brüche. Von Nicole Base im »wir« Magazin der Süddeutschen Zeitung
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klein&groß
 
Eltern = Leuchttürme für Kinder
„Kinder, die angeblich ihre Grenzen ‚austesten‘, suchen gewissermaßen nach derwahren Persönlichkeit ihrer Eltern. Siewollenwissen,wer ihre Eltern eigentlich sind undwofür sie stehen“. Daher lautet die Frage, die sich Erziehende stellen sollten, nicht: „Was ist richtig für das Kind?“ – denn diese Frage führt weg von den eigentlichen Werten und Gefühlen, die die Erziehenden haben. Besser und vor allemauthentischer ist die Frage: „Was istwichtig fürmich? Und was hat das für eine Bedeutung für das Kind?“ Erstveröffentlichung in: klein&groß, Ausgabe 7-8/2008, Seite 46-49 © 2008 Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH München. Den gesamten Artikel lesen Sie hier


Tiroler Tagesblatt
 
»Eltern in Aufbruchstimmung«
»Das Kinder Grenzen brauchen ist Nonsens. Kinder brauchen aber Eltern und andere Erwachsene, die sie ermutigen. Sie brauchen Eltern, die sich im Klaren über ihre persönlichen Grenzen sind! – Demokratische Werte sind wichtig für Familien, reichen aber nicht. Familienleben ist viel mehr, als Macht zu teilen. Vor allem brauchen Kinder Eltern, die die Führungsrolle übernehmen!« Sabine Strobl vom Tiroler Tagesblatt spricht mit Jesper Juul in Innsbruck.
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Bild am Sonntag
 
Der Serie "Die besten Erziehungsexperten der Welt" von Anja M. Schmutte wurde der Ravensburger Medienpreis für Bildung und Erziehung in der Familie 2008 verliehen
»Gehorsam zerstört Menschen«

»Gehorsam zerstört Menschen, er erzieht nicht. Gewalt und Bestrafung dürfen kein Mittel der Eltern sein, Kindern ihren Willen aufzuzwingen. Sie resignieren dann nur. Erziehung funktioniert nur gemeinsam. Sie lernen nicht durch Disziplin, sondern durch ehrliche Anerkennung(kein Dauer-Lob).« im Interview der BamS spricht Jesper Juul mit der Journalistin Anja M.Schmutte im Rahmen der Serie »Die besten Erziehungsexperten der Welt« davon, dass die besten Eltern mach 20 Fehler pro Tag.
Hier der gesamte Artikel als PDF
emotion
 
»NEIN Liebling«
Es tut weder der Liebe gut noch uns selbst, in der Bezeihung immer klein beizugeben. Von der Kunst(und der Notwendigkeit), das Neinsagen zu lernen. Ein Bericht von Michael Aust für emotion. Hier der gesamte Artikel als PDF


taz
 
»Kinder werden lebensunfähig gemacht.«
»Die Menschen merken, dass sie in Wahrheit unsicher sind, wie sie ihre Kinder erziehen sollen. Als Erkenntnis ist das übrigens sehr wichtig. Es gibt Momente im Leben, wo es gut ist, wenn man sagen kann: "Ich habe etwas falsch gemacht!" Das ermöglicht erst Neues. – Ich finde das ganz normal. Mir ging es nicht anders, als ich ein junger Vater war. Heute ist das Leben ja noch viel komplexer. Wir leben in einer wahnsinnigen Überflusskultur. Kinder wachsen mit prallen Einkaufstüten auf, Waren und Geld, wohin man nur sieht. Wir haben noch überhaupt nicht gelernt, damit umzugehen.

Die Regeln und Normen der Mangelgesellschaft sind verschwunden. Das Moment des Verzichts, der Entsagung, des Neinsagenmüssens ist den meisten Menschen heute unbekannt. Viele Kinder lernen es gar nicht mehr kennen, etwas nicht haben zu können. Man müsste das Entsagen künstlich
erzeugen, aber das ist nicht leicht.« Jesper Juul im Interview mit Christian Füller von der taz. Hier der gesamte Artikel als PDF


Woman
 
Wie sie es schaffen, ohne schlechtes Gewissen »NEIN« zu sagen! Und damit »JA« zu sich selbst...
Zermürbende Machtkämpfe zwischen Eltern und Kindern liegen oft unpersönliche, schwammige Aussagen zu Grunde. Weil die Eltern den Konflikt nach einem klaren NEIN scheuen, weichen sie aus und drücken sich undeutlich aus. Das führt zum bekannten Chaos. Kinder haben endlos viele Wünsche und dinge worauf sie im Moment Lust haben. Jedoch wenige was sie wirklich brauchen wie z.B. Nähe, Fürsorge, Sicherheit, Nahrung, Kleidung, Schlaf. Eltern entscheiden welche Wünsche sie erfüllen wollen und können. Eltern und Kinder sind nicht gleich im Bezug auf Rechte und Pflichten aber sie sind von gleicher Menschenwürde! Hier der gesamte Artikel als PDF



spiel und zukunft
 
»Ja und Nein – Warum Kinder Klarheit brauchen«
Wie beurteilen Sie die Erziehungsdebatte in unserer heutigen Zeit? JJ: »Sie wurde in den letzten 15 Jahren vom „Grenzen setzen“ dominiert. Die scheinbare Notwendigkeit, Kindern Grenzen zu setzen, hat inzwischen einen nahezu religiösen Status erlangt. Und wehe dem, der sich diesem Dogma nicht beugt! Es ist äußerst bedenklich, dass das Bedürfnis der Erwachsenen, den Kindern Grenzen zu setzen, im selben Maße gestiegen ist, in dem der physische und psychische „Spielraum“ der Kinder dramatisch eingeschränkt wird.«
Worauf sind die meisten Probleme zwischen Eltern und Kindern zurückzuführen?
JJ: »Die meisten Konflikte in der Familie entstehen deshalb, weil ihre Mitglieder nicht in der Lage sind, Nein zu sagen, obwohl sie es möchten. Weil sie sich nicht abgrenzen und nicht deutlich genug ausdrücken. Selbstverständlich haben wir für unser Verhalten stets gute Gründe. Wir wollen andere nicht vor den Kopf stoßen oder gar verletzen. Wir scheuen die momentane Auseinandersetzung und produzieren damit umso mehr Konflikte in der Zukunft.« Interview auf www.spielundzukunft.de Hier der gesamte Artikel als PDF


baby+family
 
Welche Erziehung braucht mein Kind?
Autoritär ist out, antiautoritär auch, und Grenzen zu setzen funktioniert ebenfalls nicht besonders gut. Mit welchen Regeln soll der Nachwuchs also groß werden? Eltern undKinder sind oft nicht einer Meinung und müssen sich damit auseinandersetzen. Jesper Juul zum dritten Weg: »Erziehung hat im Grunde überhaupt keinen Zweck. Erziehung findet zwischen den Zeilen statt.« Artikel in Baby und Familie April 2008. Hier der gesamte Artikel als PDF



Pressestimmen zu aktuellen Büchern von Jesper Juul PSYCHOLOGIE HEUTE
 
Vier Säulen der Erziehung
Eltern sollen sich auf ihre eigenen Werte besinnen, meint der Familientherapeut Jesper Juul, von Gerlinde Unverzagt.
„Was soll man bloß tun, wenn die zehnjährige Tochter nach einem Bauchnabel-piercing verlangt oder der Fünfjährige partout kein Gemüse essen will? Darf man einem Zwölfjährigen den Wunsch nach einem Vertragshandy abschlagen? Den Besuch eines Rockkonzerts verwehren und seine Ballerspiele beschlagnahmen? Rivalisierende Experten, Psychologen und Erziehungsberater erzählen uns schlimme Dinge über die schädlichen Auswirkungen zu lascher oder zu strenger oder sonst wie funktionsgestörter Elternhäuser, sodass erziehende Menschen leicht in lähmende Unentschlossenheit verfallen.
Schrille Stimmen in den Medien und Politiker im Wahlkampf sehen in der Auflösung des althergebrachten Familienlebens den Urgrund aller Übel, vom frühen Drogenkonsum bis hin zur Kindesmisshandlung. Den Familien, so heißt es vage drohend, sind die Werte flöten gegangen. Kein Konsens, kein Kanon hilft mehr, den Unterschied zwischen richtig und falsch zu erkennen.
Familie, Gesellschaft, Kirche - die üblichen Verdächtigen passen offenbar, wenn es um die Vermittlung von Werten geht. Auch den Schulen attestiert der dänische Familientherapeut Jesper Juul, in ‚konfliktorientierter Selbstbeschäftigung' befangen zu sein. Kinder sind in beunruhigendem Ausmaß zu Objekten reduziert worden, deren Mucken und Macken man mit verschiedenen Erziehungsmodellen, -konzepten und -methoden beikommt. Das versprechen sich hilfesuchende Eltern von Erziehungsexperten - und genau das liefert Jesper Juul nicht. Moderat im Ton klug in der Sache und klar in der Sprache umreißt er vier Säulen für den wertvollen Umgang miteinander, die seelisches und soziales Wohlergehen herbeiführen: Gleichwürdigkeit, Integrität, Authentizität und Verantwortung. Mit vielen Beispielen aus Gesprächen zwischen Eltern und Kindern und auch zwischen Partnern stellt er seinen bisweilen recht hochfliegenden Gedanken praktischen Nutzen zur Seite. Dabei entlarvt er ganz nebenbei den neuen Trend zum Perfektionismus als das schwerste Joch, das man seinen Kindern aufbürden kann. In dem allumfassenden Wunsch der Eltern, ihren Nachkommen eine bessere Kindheit zu ermöglichen, als sie selbst hatten, erkennt er den Grund für vielfältige Schieflagen. Der Führungsrolle der Erwachsenen widmet Jesper Juul sein Schlusskapitel: Nicht das Autoritätsgespenst vergangener Tage ist gemeint, sondern der Erwachsenen als Sparringspartner des Kindes; ein Trainingspartner, der maximalen Widerstand leistet, aber minimalen Schaden anrichtet. Dialog und Austausch anstelle von Belehrung und Strafe, Einbeziehung statt Machtausübung, Interesse statt Kontrolle - Versatzstücke der neuen Führungsrolle, die Kindern optimale Entwicklungschancen einräumt. Das Credo seines großen Bucherfolgs Das kompetente Kind durchzieht auch diese Seiten: Kinder sind nie wertvoller für ihre Eltern, als wenn sie schwierig werden.“ Gerlinde Unverzagt


Abendzeitung
 
„Erziehung von Kindern lernen - was der renommierte Pädagoge Jesper Juul Eltern empfiehlt“ von Andrea Kästle
Jesper Juul schreibt Sätze, die knallen: "Was wir traditionell unter Erziehung verstehen, ist sowohl überflüssig als auch direkt schädlich." Er schreibt aber auch Sätze, die klingen: "Die Erfahrung, ernst genommen zu werden, ist ein musikalisches Erlebnis." Und Sätze, die tief gehen: "Der Umgang mit Kindern ist immer der Ernstfall." Und es kommen in seinen Büchern Kapitel vor, die heißen: "Lassen Sie das Erziehen!" Jesper Juul(58), Däne, ist einer der bedeutendsten Familientherapeuten Europas _ und mit Sicherheit der unkonventionellste.
Mit 16 ist Jesper Juul zur See gefahren, dann studierte er Geschichte und Religion fürs Lehramt. Nebenher jobbte er in einer Institution für kriminelle Jugendliche, und dabei fiel ihm auf, dass die Familien bei der Therapie dieser Jugendlichen keine ‚Rolle spielten. Dann ließ er sich als Familientherapeut ausbilden, in Holland und den USA. Jesper Juul sagt, Kinder und Eltern sind da, um voneinander zu lernen und aneinander zu wachsen.
1972 wurde er selber Vater. Er war mitten in der Ausbildung, und er selbst war dazu erzogen worden, sich zu benehmen und zu funktionieren. Er sagte, er sei anfangs furchtbar gewesen mit seinem Sohn: „Ich fühlte mich nicht wohl. Ich war immer unsicher und wurde auch böse.“ Und einmal schrie er seinen Sohn an, und dann ging der Sohn, der damals zweieinhalb war, die Treppe rauf, drehte sich um als er auf gleicher Höhe war mit seinem Vater, sah mich an und sagte: „Halt den Mund.“ Jesper Juul sagt: „Das war ein bedeutungsvolles Erlebnis für mich. Alle Eltern bekommen Lektionen wie diese.“ In seinen Büchern nennt er solche Lektionen Goldklumpen: weil sie den Eltern ermöglichen, menschlich heranzureifen.
Sein bekanntestes Buch ist "Das kompetente Kind", und darin steht, dass es nicht die Gefühle der Eltern sind, die Kinder kränken, sondern die Worte. Man kann ruhig ein Kind von seinem Schoß schicken. Aber man muss es ihm ehrlich sagen: "Ich will dich jetzt nicht auf dem Schoß haben."
Kinder schreibt Jesper Juul, sind von Geburt an „richtige Menschen“, sie kooperieren immer. Was sie brauchen, sind Eltern, die ihnen auf der Ebene gleicher Würde begegnen, die eigenverantwortlich handeln und authentisch, also sie selbst sind - auch in der Sprache.
Kinder schimpfen, kränkt ihre Integrität, aber auch automatisches Lob ist nur ein Steuerungsmechanismus. „Die meisten Eltern wollen nicht das Gesicht verlieren.“ Aber: „Man muss sich so offen machen, dass man verwundbar ist.“ Mehr Tipps in Jesper Juuls neuem Buch: "Was Familien trägt" Andrea Kästle AZ.


Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.
 
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.
„Der Ratgeber schärft den Blick für die immensen Anforderungen, denen Familien mit chronisch kranken Kindern ausgesetzt sind und gibt Anregungen, wie man typischen Schwierigkeiten begegnen kann. Ein wichtiges Buch, dass Mut macht, neue Wege im Umgang mit der Krankheit zu suchen, dem Kind zuzutrauen, schrittweise Eigenverantwortung im Umgang mit der Krankheit zu lernen, die Paarbeziehung zu pflegen und sich so neue Kraftquellen zu erschließen und die Geschwisterkinder nicht aus den Augen zu verlieren.“


TV-Gesund.de
Wie man als Betroffener Kraft schöpft...
„Schwere Krankheiten fordern dem Kind, den Geschwistern und den Eltern viel ab. Jesper Juul bedeutender Familientherapeut in Skandinavien, weiß, dass Eltern sich fragen: ‚Wie sollen wir das alles nur schaffen?' Wie man als Betroffener Kraft schöpft, sie auf Kinder und Partner überträgt, was man alles für den Familienfrieden tun kann, das wird einfühlsam und aufmerksam in diesem Ratgeber erklärt.“ (Jesper Juul ‚Unser Kind ist chronisch krank')


wir eltern
 
Vorschläge, wie ein Wertefundament aussehen könnte, das im Konfliktfall als Kompass dient...
„Die Bücher des Familientherapeuten Jesper Juul sind durchweg "familientauglich", denn er weiß seine breite Erfahrung und seine theoretischen Erkenntnisse so zu formulieren, dass sie für das Zusammenleben mit Kindern tatsächlich hilfreich sind. In seinem neusten Buch stellt Jesper Juul sechs "Werte" vor, die für stabile(re) Verhältnisse in Partnerschaft und Familie sorgen könnten. Wo kein Wertekonsens mehr Auskunft darüber gibt, was richtig oder falsch ist, da macht sich Verunsicherung breit. Das spüren Eltern. Macht, Verantwortung, die Stimmung in einer Familie, der Umgangston: Jesper Juul zeigt an vielen anschaulichen Beispielen aus dem Familienalltag, worauf es ankommt. Nämlich auf eine Richtschnur, auf übergeordnete Prinzipien und Werte, die uns helfen, individuelle Lösungen zu finden. Damit wir nicht vor jedem Konflikt Angst haben und bei jedem Problem alles und jedes in Frage stellen. Das Buch macht Vorschläge, wie so ein Wertefundament aussehen könnte, das im Konfliktfall als Kompass dient.“


all for family
 
„Das Orientierungsbuch von Jesper Juul ‚Was Familien trägt' bietet sich als Erziehungsratgeber für die neue Generation an.“




familie.de
 
Niemanden beschämen!
Der dänische Familientherapeut Jesper Juul rät Eltern: Sie dürfen nie die Würde des Kindes verletzen. Sie dürfen es aber ebenso wenig als gleichberechtigt ansehen.
Das bedeutet: Ein Dreijähriger versteht nicht, warum das kleine Stück Kuchen statt des großen gekauft wird. Er ist überfordert damit, dass seine Mutter an seine Vernunft appelliert. Ihren Argumenten kann er nicht folgen. Experte Juul weist außerdem darauf hin, dass Eltern, die mit ihren Kindern von klein auf diskutieren, häufig eines aus den Augen verlieren: Vorschulkinder sind oft damit überfordert, zwischen mehreren Dingen zu wählen, Entscheidungen zu treffen und mögliche Auswirkungen zu begreifen.
Besser wäre es, die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen und danach Entscheidungen zu treffen. „Du bist müde, ich kaufe Brot, und dann gehen wir nach Hause“, diese Reaktion der Mutter wäre angemessen. Auch ein nettes, aber bestimmtes Nein ohne Begründung ist in Ordnung. In der Wiederholung wird Ihr Kind lernen, dass man nicht alles bekommt, worauf man mit dem Finger zeigt. Später wird es den Wert eines Geschenks umso mehr zu schätzen wissen.