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DVD zum Buch »Pubertät«


10 Familien arbeiten mit Jesper Juul

Pubertät ist eine Tatsache keine Krankheit


»Erleben Sie wie Jesper Juul, in deutsch, mit zehn Familien arbeitet. Über 7 Stunden (auf 2 DVDs) entwickelt sich ein gleichwürdiger Dialog mit Jugendlichen, ihren Eltern, jeder Familie.

Sehr hilfreich für Familien und alle die mit Familien arbeiten!

»Das sogenannte Problem oder Symptom ist nicht so wichtig. Wichtig ist die Person, die das Symptom trägt. Wir können das Problem nicht lösen, aber wir können Menschen darin unterstützen, destruktive Systeme, Perspektiven und Verhalten ins Konstruktive zu wandeln.« Jesper Juul

Wir danken den teilnehmenden Familien für Ihre Offenheit!

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DVD • Erziehen mit Herz und Hirn


Was Kinder und Eltern brauchen

JESPER JUUL UND GERALD HÜTHER IM GESPRÄCH


Zwei der großen Impulsgeber für eine Pädagogik der Zukunft möchten Sie unterstützen: Der Familientherapeut Jesper Juul und der Gehirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther im gemein-
samen Gespräch darüber, was Kinder wirklich brauchen und wie eine Erziehung mit Herz und Hirn aussehen kann. Erleben Sie eine Sternstunde der Pädagogik!

DVD-VIDEO Filmvorschau

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familylab - Coachings - Beispiele
Begleite deine Kinder auf ihrem Weg, ein souveräner Mensch zu werden:
 
»Es ist eine reale Herausforderdung, aber gleichzeitig eine äußerst philosophische Angelegenheit, dass jeder von uns für sein eigenes Leben verantwortlich ist - für unsere Emotionen, unsere Gedanken, für unser Sein. Denn es ist erschreckend:
In dem Augenblick, in dem du Verantwortung übernimmst, wirst du mit deiner elementaren Einsamkeit konfrontiert. Ich kann niemanden für mein Leben so wie ich es lebe, beschuldigen - ich kann mich zwar auf meine Kindheit beziehen und sagen, dies oder jenes hat mich sehr beeinflusst, aber ich weiß, ich kann mich damit nicht herausreden die Verantwortung für mein Leben trage ich alleine und niemand sonst!
Und in diesem Zusammenhang steht der Mensch vor einer existentiellen Wahl und hat zwei Möglichkeiten: Will ich verantwortlich sein für mein Leben, oder will ich ein Opfer sein? « (Jesper Juul, ‚Aus Erziehung wird Beziehung', S 32, Herder spektrum, 2005.)




Gibt es eine "Trotzstrategie"?
Ein familylab-coaching mit Jesper Juul
 
Wir haben eine Tochter von 26 Monaten, die sich absolut im Trotzalter befindet. Sie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen fast alles, was wir entscheiden wollen. Täglich fechten wir unglaublich viele Kämpfe miteinander aus, und wir wissen einfach nicht mehr, was wir tun sollen, damit das Zusammenspiel mit ihr harmonischer wird. Wir haben u.a. Ihre Bücher gelesen, in denen Sie schreiben, dass oft die Eltern trotzig werden, wenn das Kind in dieses Alter gekommen ist. Zwar erkennen wir das Lustige und teilweise Richtige hierin, bekommen aber nicht unmittelbar eine Antwort auf die Situation, in der wir uns momentan befinden. Wir, die Eltern des Mädchens, betrachten uns selbst als ziemlich ausgeglichene Menschen, mit denen man über Dinge durchaus verhandeln kann. Unsere Tochter macht allerdings den Anschein, als ob sie uns ständig zu einem neuen Machtkampf herausfordern will. Auf Verhandlungen oder Kompromisse ist sie überhaupt nicht eingestellt. Was sollen wir tun? Welche Grenzen sollte man setzen?

 
Ihre Tochter ist in das Alter gekommen, das man eigentlich "Selbstständigkeitsalter" nennen müsste, da dies rein entwicklungspsychologisch momentan auf sie zutrifft. Bei ihr laufen zwei lebenswichtige Projekte ab. Einerseits befreit sie sich von ihrer vollkommenen Abhängigkeit von Ihnen und wird selbstständiger. Andererseits findet sie langsam zu ihrer eigenen Person, ihrem eigenen Menschen, über den sie jetzt aufgrund ihrer motorischen Freiheit und ihrer Sprache mehr Macht hat. Beides tut sie für sich selbst und nicht gegen Sie. Ihre Tochter wächst als Mensch genauso, wie sie auch körperlich wächst, und dem sollte man erzieherisch nicht entgegenwirken.
Aus Sicht der Eltern wird gerade die völlige Abhängigkeit in den ersten 18-20 Monaten als Geschenk angesehen, das sie ihrem Kind geben, das Fürsorge, Geborgenheit usw. braucht. So ist es natürlich, aber gleichzeitig spielt auch eine andere Tatsache eine wichtige Rolle. Jeder Erwachsene, der krankheitsbedingt oder durch andere Umstände vollkommen abhängig von anderen gewesen ist, hat erlebt, wie unangenehm dies auch sein kann. Vollkommene Abhängigkeit, ob körperlich, geistig oder finanziell, zerstört das Selbstwertgefühl und die Würde des Menschen.

Ich erwähne dies, da viele der so genannten Probleme, die Eltern mit ihren Kindern erleben, eigentlich von der Sicht, dem Blickwinkel und dem Wissen der Eltern abhängen und nicht davon handeln, wer das Kind ist und was es versucht zu sagen. Ihre Tochter will Ihnen mit ihrem Verhalten ungefähr Folgendes zum Ausdruck bringen: "Liebe Mama und lieber Papa, habt vielen Dank für all das, was ihr mir in meinen ersten beiden Lebensjahren gegeben habt. Ihr habt mir wirklich Mut zum Leben gegeben und Lust herauszufinden, wie viel ich schon alleine schaffe. Ihr könnt euch jetzt ruhig etwas entspannen und euch selbst mehr Zeit für euch nehmen."
 
So können kleine Kinder natürlich nicht sprechen. Deshalb beginnen sie einfach, alles selbst zu wollen und noch schlimmer, alles selbst entscheiden zu wollen. Aber sind sie wirklich kompetent? Können sie wirklich all das, was sie gerne selbst tun wollen? Nein, oftmals können sie es nicht - oder fast nicht. Ihre Kompetenz liegt nicht dort, sondern vielmehr im Willen und der Fähigkeit, aus eigenen Erfahrungen zu lernen und das Ziel zu erreichen: alleine zurechtzukommen und für sich selbst verantwortlich zu sein. Dieser Lernprozess dauert bekanntlich die nächsten ca. 15 Jahre an.
Momentan will Ihre Tochter selbst entscheiden, was sie anziehen will. Sie will es auch selbst anziehen, obwohl sie es noch nicht richtig kann. Sie will selbst die Treppen hoch- und runtergehen, die aus Sicht der Erwachsenen zu gefährlich sind, und will selbst entscheiden, was und wie sie isst, badet, schläft usw. Das folgende Beispiel verdeutlicht Ihnen, was Ihre Tochter braucht. Im Anschluss daran möchte ich darauf zurückkommen, was Sie tun können.

Eine Großmutter hatte erzählt, dass sie zusammen mit ihrer zweijährigen Enkelin die lange Treppe im Haus hinuntergehen wollte. Automatisch nahm sie das Mädchen an die Hand, das seine Hand wieder an sich riss, seiner Großmutter direkt in die Augen sah und sagte: "Nein, ich will selbst!" Die Großmutter bestand nicht darauf, ihre Enkelin anzufassen, sondern ging den ganzen Weg neben ihr die Treppe hinunter, woraufhin das Mädchen mit strahlenden glücklichen Augen und stolzer Stimme sagte: "Siehste, Oma, ich hab's selbst geschafft, aber nicht alleine!"
 
Das Verhalten Ihrer Tochter ist ganz natürlich und notwendig für sie. An sich ist ihr Verhalten vollkommen unproblematisch, bringt sie allerdings in Konflikt mit Ihnen. Die Ursache dafür, dass sich daraus ein Machtkampf entwickelt, befindet sich zwischen Ihren Ohren. Deshalb ist es an der Zeit, die Dinge mit anderen Augen zu sehen.
Ich würde vorschlagen, dass Sie (und alle anderen Eltern in der gleichen Situation) diese Entwicklungsphase genauso wie andere prägende Phasen im Leben Ihrer Tochter - Examen, Menstruation, die erste Liebe, Hochzeit, Kinder u.ä. - als ein erfreuliches Ereignis betrachten, das gefeiert werden muss. Die momentane Phase in ihrer Entwicklung ist ein Geschenk an Sie: Ihre Tochter hat Ihre Aufmerksamkeit und Hilfe vierundzwanzig Stunden am Tag benötigt. Jetzt können Sie etwas entspannen und Zeit und Kraft für andere Dinge als die Elternrolle nutzen.
Wenn Ihre Tochter zukünftig "selbst will", "selbst kann" und selbst entscheiden will, können sie beispielsweise sagen:

  • "Das ist ja schön, dass du es selbst willst. Aber meinst du denn, dass du es auch kannst?"

  • "Das ist ja toll, wenn du es kannst."

  • "Ich glaube schon, dass du es selbst kannst, aber ich muss noch so viel tun. Darf ich dir helfen?"

 
Alles Weitere sollte so ablaufen wie bei der Großmutter: da sein und bereit sein zu helfen, wenn es nötig ist und Ihre Tochter selbst darum bittet. Einiges lernt sie an einem Tag, anderes braucht Monate und anderes wiederum Jahre. Ihre Aufgabe besteht darin, ihren Lernprozess durch Rückhalt, Engagement, Interesse und Sinn für ihre ganz spezielle Persönlichkeit zu unterstützen. Genauso, wie es wieder sein wird, wenn Ihre Tochter zur Schule kommt. Diese Phase in ihrem Leben beinhaltet auch, dass sie mit ihren eigenen und Ihren Grenzen experimentieren darf. Wenn sie Grenzen überschreitet, die Sie nicht ändern wollen, muss ihr dies deutlich gemacht werden. Gleiches gilt natürlich, wenn sie selbst meint, dass es in Ordnung ist, bei Rot über die Straße zu gehen, mit Streichhölzern zu spielen und Ähnliches, das ihr Leben in Gefahr bringen kann. Wir sprechen hier also nicht von "Freiheit" im Sinne von Freiheit, alles nach eigener Lust und Laune zu tun, sondern von der Freiheit und dem Freiraum zu lernen, wer sie selbst ist, wer Sie sind und wo ihre Möglichkeiten und Grenzen liegen.
 
Bei den Grenzen, die eigentlich Ihre Werte sind, müssen Sie etwas Geduld haben. Ein normales gesundes Kind hat erst die Vorstellungen seiner Eltern von gut und schlecht verinnerlicht, wenn es zwischen vier und fünf Jahren alt ist. Dies bedeutet viele Wiederholungen, allerdings weder Strafe noch Kritik. Es macht keinen Sinn, Menschen für etwas zu bestrafen, das sie (noch) nicht können.

Wenn dies Teil Ihres Bewusstseins und Ihrer Sicht wird, werden Sie längst nicht mehr so viele extreme Versuche Ihrer Tochter erleben, auf ihrer Selbstständigkeit zu bestehen. Im Moment fechten Sie viele Kämpfe miteinander aus und beide Parteien tun und sagen Dinge, die sie nicht tun und sagen würden, wenn sie zusammenarbeiten würden.
Sollte Ihnen dies gelingen, dann werden Sie feststellen, dass der nächste Zeitpunkt im Leben Ihrer Tochter, bei dem sie versuchen muss, sich selbst zu finden und zu entdecken - in der Pubertät - viel einfacher verlaufen wird. Teilweise sehen wir gerade jetzt viele Jugendliche, die die Grenzen der Eltern, der Gesellschaft und die eigenen Grenzen heftig überschreiten. Dies ist u.a. ein Produkt dessen, dass wir ihnen zu gewissen Zeitpunkten des Heranwachsens zu viele Grenzen gesetzt haben, z.B. im Selbstständigkeitsalter, in dem sie viel eher Einfühlung, Rückhalt und kompetente Gegenspieler gebraucht hätten.

Ihre Partnerschaft ist ihr erstes Kind...
Ein familylab-coaching mit Jesper Juul
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Sehr geehrter Herr Jesper Juul,
ich bin scheinbar eine typische junge Karrierefrau mit einem lieben Mann und einer genauso lieben Tochter von 5 Jahren. Mein Problem besteht darin, dass mein Mann auf unsere Tochter eifersüchtig geworden ist, da er meint, dass sie zu viel Aufmerksamkeit von mir bekommt. Vielleicht hat er nicht so ganz Unrecht, allerdings fühle ich mich ernsthaft in die Klemme getrieben. Ich komme in der Regel nach Hause, nachdem mein Mann unsere Tochter aus dem Kindergarten geholt hat. Wenn ich das Haus betrete, kommt sie zu mir angelaufen und möchte alles Mögliche tun: vom Kindergarten erzählen, spielen, ein Video ansehen usw. Ich habe ohnehin schon ein schlechtes Gewissen, da ich spät nach Hause komme, und kann unsere Tochter dann einfach nicht abweisen. Dafür weise ich allerdings den Mann ab, den ich über alles liebe, sodass mein Schuldgefühl immer größer wird. Ich glaube, ich schaffe das alles nicht. Was soll ich bloß tun? HILLLLFE!!! (Eine viel beschäftigte Mutter und Ehefrau).

 
Vielen Dank für Ihren Brief, in dem Sie eine weit verbreitete Problemstellung im heutigen Familienleben schildern. Seit über hundert Jahren ist es schon so gewesen, aber erst vor einer Generation gab es ganz andere Erwartungen an eine Partnerschaft mit Kindern. Außerdem hatten Frauen ganz andere Erwartungen an sich selbst. Man könnte sagen, dass Sie in eine Situation geraten sind, in der sich immer die Männer befunden haben, doch ganz so ist es auch nicht. Damals wurde von den Männern nicht erwartet, dass sie ein integrierter Teil des Betreuungssystems und des Alltagsablaufs der Familie sind. Sie waren lediglich die Ernährer. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Ihr Dilemma unlösbar ist. Es ist vielmehr ganz einfach zu lösen. Wenn man meint, in der Klemme zu stecken, muss man Prioritäten setzen. Man muss die entsprechenden Entscheidungen treffen, um seine Selbstachtung und seine Beziehungen zu bewahren. Wenn man eine Familie ist, und obendrein eine glückliche, ist es nicht schwer, auf die klügste Priorität hinzuweisen: Das Beste, was man seinem Kind antun kann, ist die gute Pflege der Beziehung zu seinem Partner. Dies wünschen sich Kinder am allermeisten. Nicht sofort, wenn sie Lust auf etwas verspüren und etwas brauchen, aber auf lange Sicht. Kinder wissen genau, worauf sie Lust haben, aber ahnen nicht, was sie brauchen. Deshalb sind ihre Eltern so wichtig für sie, denn sie können den Unterschied erkennen und die nötigen Entscheidungen treffen.

Ihr Mann ist kaum so eifersüchtig, wie er z.B. auf einen anderen Mann wäre, aber es besteht kein Zweifel, dass er Sie vermisst und gerne mehr Zeit mit Ihnen zusammen verbringen möchte. Uns Männern fällt es oft schwer, dies an uns selbst zu erkennen, und noch schwerer fällt es uns, dies einfach und persönlich auszudrücken. Wir sagen nicht, was wir vermissen oder gerne haben möchten, sind allerdings über das frustriert, was wir nicht bekommen.

Lassen Sie mich zuerst Ihnen und dann Ihrem Mann etwas sagen.

 
Wenn Sie nach Hause kommen und Ihre Tochter sie stürmisch begrüßt, lassen Sie sich von ihr küssen und umarmen und hören ihr einige Minuten zu. Daraufhin sagen Sie zu ihr: "Jetzt müssen wir mal kurz aufhören, denn ich möchte auch Papa gerne begrüßen." Dann gehen Sie ins Wohnzimmer, geben Ihrem Mann einen Kuss und setzen sich zu ihm, entspannen sich und schweigen. Wenn Sie sich näher gekommen sind und festgestellt haben, dass Sie sich noch immer lieben, können Sie Ihre Tochter mit einbeziehen. In der Zwischenzeit hat sie sich vermutlich entweder dicht an Ihren Rücken gelehnt oder einfach nur den Anblick und das Gefühl der Liebe ihrer Eltern genossen. Ihr geht es ausgezeichnet, ohne dass ihr irgendetwas fehlt.

Möglicherweise wird es ein paar Tage dauern, bis sich Ihre Tochter daran gewöhnt hat, nicht mehr Ihre alleinige Aufmerksamkeit zu bekommen. Da diese allerdings mit etlichen Schuldgefühlen einhergeht, ist sie nicht viel wert. Einzig und allein durch seinen Unverstand meint das Kind, etwas Wertvolles zu bekommen. Sollte Ihre Tochter frustriert darauf bestehen, müssen Sie ihr einfach den Rücken kehren und zu Ihrem Mann ins Wohnzimmer gehen. Die Frustration wird sich innerhalb weniger Tage legen, wenn sie merkt, dass das, was sie anstelle dessen bekommt, viel besser ist.

 
Sollten Sie dies nicht alleine schaffen, möchte ich Ihrem Mann gerne Folgendes sagen: Ihre Frau braucht jetzt Hilfe. Wenn sie einfach nicht selbst zu Ihnen kommen kann, dann müssen Sie auf den Flur oder in die Küche gehen, sie umarmen und zu Ihrer Tochter sagen: "Ich möchte gleich ein wenig mit deiner Mutter zusammen sein, und dann werden wir uns mit dir beschäftigen." Unabhängig von ihrer Reaktion führen Sie Ihre Frau zum nächstgelegenen Sessel oder Sofa, nehmen sie auf den Schoß und halten sie fest. Frauen können fast alles selbst, aber ihr Mutterinstinkt ist so dominierend, dass sie manchmal daran erinnert werden müssen, dass sie auch Frauen und Partnerinnen sind. Eine der wichtigsten Funktionen des Mannes und des Vaters in der Familie besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Frau nicht in ihrer Mutterrolle ertrinkt und der Mann selbst auch nicht in seiner Vaterrolle. Ähnlich wie Ihre Tochter müssen Sie es eventuell ertragen, einige Male abgewiesen zu werden. Doch das überleben Sie allemal, sollten Sie nicht in Egozentrik versinken - den am wenigsten verführerischen Zustand, den wir kennen. Viel Vergnügen!

Einige Paare versuchen, dieses Dilemma zu lösen, indem sie ein festes monatliches Übereinkommen haben, gemeinsam auszugehen. Dies ist auf jeden Fall eine gute Idee. Am allerwichtigsten ist es aber zu trainieren, dass die Partnerschaft oberste Priorität hat, wenn man mit seinem Kind zusammen ist. In einer Familie, die nicht auf eine Dienstleistungsveranstaltung für Kinder reduziert werden darf, muss ganz einfach Platz für die erwachsenen Bedürfnisse der Erwachsenen sein. Ihre Partnerschaft mit all ihrer Zärtlichkeit, ihrer Nähe und ihrem erotischen Spiel ist Ihr erstes Kind. Dieses Kind erfordert die gleiche liebevolle Aufmerksamkeit wie das Kind, das Sie geboren haben.